VITA

 

Philip Omlor wird 1977 in Dortmund geboren und wächst in einer kleinen Stadt zwischen Ruhrgebiet und Münsterland auf.

Die grundlegende musikalische Prägung erfolgt durch die Plattensammlung der Eltern, deren Mischung aus 60er-Beat aus England, Folk-Songwriter aus Amerika und Deutschen Liedermachern bis heute Spuren in Omlors Kompositionen hinterlassen haben.

 

Seine musikalische Ausbildung genießt er in Kinder- und Jugendjahren in Form von Instrumentalunterricht, schwenkt später auf die autodidaktische Arbeitsweise um, und findet  bis heute technische und stilistische Inspiration bei befreundeten Musikern und durch Abhören bei musikalischen Vorbildern.

Mit der Band "Homeless" erspielt sich Philip Omlor erste Erfolge und lokale Bekanntheit. Das Trio, das den Spagat zwischen Weltmusik und Pop wagt und dabei anrührend seltsam klingt, etwa als träfen sich Peter Gabriel, Paul McCartney und DepecheMode zu einer Akustiksession, veröffentlicht 1995 die CD „Prelude“ (MiroJam Records).

 

 

Nach dem Abitur zieht es Omlor erst ins Ruhrgebiet nach Bochum und später in die Niederlande. Er studiert Musikwissenschaften und Philosophie, dann Musiktherapie und lernt Niederländisch.

Zwischen 1998-2002 tourt er parallel zu Studium und Ausbildung als Teil des Duos "Mindpassenger“ mit Akustikgitarrenpop durch die Musikkneipen des Ruhrgebiets. Sie spielen bearbeitete Hits der 90er Jahre und eigene Lieder in Englischer Sprache.

Von 1998 bis 2004 ist Philip Omlor Mitglied beim freien Theaterensemble "Theater SinnAntrieb". Gemeinsam mit dem Cellisten „Ted“ Jandausch bildet er das musikalische Fundament der Inszenierungen. Er arrangiert Chansons, vertont Gedichte, erforscht seinen schauspielerischen Horizont in Gastauftritten, und beginnt erste Lieder und Gedichte in  Deutscher Sprache zu verfassen.

 

 

 

In der Zwischenzeit hat sich Omlor als Musikalienhändler ausbilden lassen, im Einzelhandel Musikinstrumente verkauft, als Gitarrenlehrer gearbeitet und zeitweise mit Straßen- und Caféhausmusik durchgeschlagen.

Während des Studiums in Holland verbringt er den größten Teil des Tages in den Klavierübungsräumen, wo er Kommilitonen in Sachen Liedbegleitung und Improvisation auf die Sprünge hilft.

2003 kehrt er nach Deutschland zurück und unternimmt den Versuch, im „bürgerlichen Lager“ Fuß zu fassen. Er  arbeitet als Produktmanager im Import, Vertrieb und Marketing für Musikinstrumente. Doch als er bemerkt, dass sich seine musikalische Ambition im Klimpern auf ausrangierten Digitalpianos während der Mittagspause erschöpft, zieht er die Reißleine und macht kehrt.

 

2004 bis 2005 engagiert er sich als Gitarrist im Unterhaltungs- Duo „Meu Amor“. Er adaptiert Bossa Nova auf die dafür untypische Steelstring-Gitarre. Daneben nimmt er die Arbeit an einem ersten Soloprogramm auf.


2006 ist es soweit: „Der singende Holländer aus Wanne-Eickel" geht auf Tour. Omlor singt, erzählt und wirbelt über die Bühne. Er moderiert und verleiht die „goldene Astgabel“ an vermeintlich mitgereiste Freunde (Aznavour, Iglesias, Grönemeyer,…), die er von  herzzerreißend bis brüllend komisch persifliert. Dabei wechselt  er die Hemden wie die Instrumente, spielt Klavier, Gitarre, Ukulele, Nasenflöte, Zither, Mundharmonika, … und zwischen all der furiosen Unterhaltung beweist er seine größte Stärke in den eigenen einfühlsamen Liedern.  

Zur selben Zeit trifft Omlor in Braunschweig auf zwei Musiker, die mit ihrer Band angetreten waren, das Liedermachertum zu entstauben. Zu dritt reanimieren sie „Phrytz“ als Trio und beweisen, dass clevere Texte und eingängige Musik zusammenpassen können: Sie machen „Liedermacher-Rock-Roll“ und „Kino für die Ohren“, sie erspielen sich in kurzer Zeit einen Platz in der regionalen Szene und treten gemeinsam auf mit u.a. Heinz Ratz, Götz Widmann, Danny Dzuik. 2009 veröffentlichen sie das Album „Die letzten Singles der Stadt“ (Lady Marmalade Productions). Ende desselben Jahres erscheint der Song „Lass uns laufen“ auf der Compilation „Goin‘ Back Home“ in den USA (Quickstar Productions).

Omlor feilt unterdessen am nächsten Soloprogramm. Der Schwerpunkt verschiebt sich weg von der Persiflage. Er hat unter den eigenen Liedern längst genug, die urkomisch sind. Omlor kann über sich selbst lachen, das Publikum auch…?

2010 feiert das zweite Solo-Programm Premiere: "ZUHAUSE UNTERWEGS - Lieder und Geschichten eines Rastlosen", die das Leben nur so schreiben kann, wenn es jemanden findet, der sie aufzeichnet. Von kurzweilig und humorvoll bis melancholisch und herzerwärmend, sprachgewandt erzählt und virtuos besungen. Omlor spielt als Akustik-Ein-Mann-Band mit einem Groove, bei dem man einfach mitwackeln muss, und mit Texten, denen man bis zum letzten Wort zuhören will.

Gemeinsam mit Tobias Steinmann, der ihn auch live als Tontechniker betreut, produziert Philip Omlor das Album „ZUHAUSE UNTERWEGS“ (Eigenverlag). Es erscheint im Januar 2012 und wird bundesweit zur Kenntnis genommen. Der Titel „Danke, gut! Und selbst?“ schafft es in die Liederbestenliste. Sogar im Deutschsprachigen Sender des Belgischen Rundfunks wird das Album vorgestellt und empfohlen, im lokalen Sender geht es  in die Rotation.

Philip Omlor lebt und arbeitet zur Zeit in und von Braunschweig aus.